Smart Beach Tour 2013 – Hamburg

31.5.2013: Smart Beach Tour – Hamburg

Walkenhorst/Windscheif gewinnen zweiten smart super cup in Folge
Finalabsage von Katrin Holtwick wegen Magen-Darm-Infekt
Hamburg. Die zweite Auflage des smart super cup Hamburg auf der Harburger Schlossinsel besuchten über das gesamte Wochenende 26.000 Zuschauer. Das Herrenfinale gewannen Alexander Walkenhorst/Stefan Windscheif (TSG Solingen) gegen die WM-Dritten Jonathan Erdmann/Kay Matysik (VCO Berlin) im Duell der topgesetzten Nationalteams. Die Zuschauer in der Leibniz-Arena erlebten ein sportlich hochklassiges Finale vor der maritimen Kulisse des Harburger Binnenhafens. Während Walkenhorst/Windscheif im ersten Satz mit eigenen Fehlern zu kämpfen hatten, konnten Erdmann/Matysik diesen dominieren. Im zweiten Satz fanden Walkenhorst/Windscheif ihren Rhythmus wieder und waren auch emotional präsenter und drehten das Spiel (21:23, 21:17, 15:13). „Das Finale hat viel Kraft gekostet, vor allen Dingen nach dem harten Turnierverlauf in Münster vergangene Woche. Hier haben wir uns etwas leichter getan, um uns bis in das Finale zu spielen. Aber im Endspiel war es dann der erwartete harte Kampf“, sagte Stefan Windscheif. „Wir haben zum ersten Mal gemeinsam gegen Jonathan und Kay gespielt und so war es eine gute Standortbestimmung für die eigene Leistung. Die beiden sind ein Weltklasse-Team und für uns war es schwierig einzuschätzen, wo wir schon stehen. Aber auch in der vergangenen Woche haben wir gegen die Polen Fijalek/Prudel gewonnen und das ist auch ein Top-Ten Team der Weltrangliste. Das gibt uns jetzt natürlich Rückenwind für die EM, zumal wir bei der letzten EM beide den fünften Platz mit unseren damaligen Partnern belegt haben“, sagte Alexander Walkenhorst. Kay Matysik analysierte: „Im ersten Satz hatten wir zunächst ein paar Anlaufschwierigkeiten. Ansonsten lief es aber ganz gut. Anschließend hatten wir im zweiten und dritten Satz leider ein paar Schwächephasen und die Jungs haben stabil gespielt. Wir dürfen jetzt aber nicht lange über diese Niederlage nachdenken, da bereits in zwölf Stunden unser Flieger nach Italien zur EM geht.“ Für seine Turnierleistung wurde Kay Matysik als „Most Valuable Player“ mit dem Sport Bild Award ausgezeichnet.
Im Spiel um den dritten Platz behielten Lohmann/Wacker die Oberhand gegen Doranth/Stiel (TSV Herrsching/TC Hameln). Es war ein enges kleines Finale über drei Sätze, welches erst im Entscheidungssatz von Lohmann/Wacker dominiert wurde. „Der dritte Platz freut uns sehr und wir haben dafür alles gegeben. Es ist ein super Gefühl hier bei dieser klasse Atmosphäre zu spielen“, sagte Wacker nach dem zweiten gemeinsamen Turnierstart. „Wir ergänzen uns sehr gut und es hilft natürlich, einen guten Blocker an seiner Seite zu haben. In den vergangenen Jahren musste ich selbst blocken“, sagte Manuel Lohmann. Dornath/Stiel waren nach dem Spiel naturgemäß enttäuscht über die Niederlage. „Vor dem Turnier hätten wir allerdings nicht im Entferntesten mit dem vierten Platz gerechnet“, sagte Malte Stiel, der auf seinen etatmäßigen Partner Phillip Arne Bergmann verletzungsbedingt verzichten musste und so an diesem Wochenende mit Benedikt Doranth spielte. Das Junioren-Nationalteam Lorenz Schümann/Dominik Stork (active beach/VCO Hamburg) belegte am Ende einen guten fünften Platz.

Die Frauenkonkurrenz beim smart super cup Hamburg stand teilweise unter keinem guten Stern.
Erst mussten die Lokalmatadorinnen Laura Ludwig/Kira Walkenhorst (Hamburger SV) für das
gesamte Turnier absagen, dann ereilte Katrin Holtwick (Seaside Beachclub Essen) ein Magen-Darm-
Infekt, der es ihr unmöglich machte das Finale zu spielen. „Katrin hat sich gestern einen Magen-
Darm Virus eingefangen und es ging ihr in der Nacht schon nicht so gut. Im Halbfinale ging es noch
mit Ach und Krach, aber beim Einspielen für das Finale ging nichts mehr, so dass wir leider diese
Entscheidung treffen mussten“, sagte Ilka Semmler (Seaside Beachclub Essen). „Es fällt einem
nicht leicht ein Finale abzusagen, für das man gekämpft hat, um so weit zu kommen. Es hätte
aber keinen Sinn gemacht, es irgendwie zu versuchen. Wir danken dem Publikum für die tolle
Unterstützung und hoffen auf ihr Verständnis. Jetzt hoffe ich, dass Katrin bis zur EM in Italien
wieder auf die Beine kommt. Das Zeitfenster ist relativ kurz, da wir bereits am Dienstag unser
erstes Spiel haben. Aber manchmal hilft es ja schon einfach zwei Nächte gut zu schlafen. Unser
Ziel für die EM bleibt aber eine Medaille zu holen“, führte Semmler weiter aus.
So gewannen Katharina Schillerwein/Cinja Tillmann (Beach-Volleys Bottrop/USC Münster) das
Finale des smart super cup Hamburg kampflos. „Wir drücken Katrin die Daumen, dass sie schnell
wieder fit wird. Es ist sehr bedauerlich, dass wir das Finale nicht spielen konnten. So gewinnt man
nicht gern ein Spiel oder ein Turnier. Wir hätten gern gegen ein internationales Top-Team wie die
beiden unsere Erfahrungen gesammelt auch wenn wir eventuell nur den zweiten Platz erreicht
hätten“, sagte Katharina Schillerwein. „Insgesamt haben wir ein sehr gutes Turnier gespielt. Nach
der langen Auszeit fühle ich mich schon wieder sehr gut und beweglich“, sagte Schillerwein, die
nach zwei Kreuzbandrissen innerhalb von fast zwei Jahren auf die smart beach tour zurückkehrte.
Erst am Osterwochenende hatte sie die Anfrage von Cinja bekommen, in dieser Saison gemeinsam
als Team zu spielen. Mit Blick auf den Finaleinzug ohne Satzverlust hat das Team schon sehr gut
zusammengefunden. Cinja Tillmann wurde zur „wertvollsten Spielerin“ des smart super cup
Hamburg gewählt und mit dem Award der Sport Bild geehrt.
Das kleine Finale der Frauen gewannen Melanie Gernert/Tatjana Zautys (VCO Berlin/MTV
Stuttgart) gegen Jenny Heinemann/Anika Krebs (Köpenicker SC) in drei Sätzen (21:16, 12:12,
15:12). „Es war ein harter Kampf, aber irgendwie haben wir das Spiel gedreht und es doch noch
geschafft. Wir hatten alle Fehler schon im zweiten Satz gemacht, da konnte es im Dritten nur
besser werden“, sagte Tatjana Zautys. „Mit dem vierten Platz in Münster hatten wir ein tolles
Comeback. Hier haben wir uns selbst unter Druck gesetzt, um diesen Erfolg mindestens zu
wiederholen. Dass wir es jetzt auf das Podium geschafft haben, ist wirklich klasse und wir sind
gespannt wie es diese Saison weitergeht.“ Hamburg scheint ein gutes Pflaster für Gernert/Zautys
zu sein. In Ihrer letzten gemeinsamen Saison 2012 wurden sie beim smart super cup in Hamburg
hervorragende Zweite.
Alle Informationen und die Ergebnisse der größten nationalen Beach-Volleyballserie in Europa
gibt es im Internet unter www.smart-beach-tour.tv.

Bericht: Presseinformation 1. Juni 2014 (Sky – COMTENT GmbH)
Fotos: MyPhoto4fun / Loh

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